Lotta

So fing alles an

 Lotta kam im Oktober 2013 zu uns, als sie gerade ein knappes halbes Jahr alt war. Wir hatten zwei Jahre zuvor unsere Entlebucherhündin „Tinja“ verloren und ein Ersatz kam nicht in Frage. Zumal wir noch zwei Rüden hatten. Aber dann kam Lotta auf den Hof; Reiterfreunde hatten sie mitgebracht und uns erzählt, dass sie von der Nachbarin sei – ein Scheidungskind – sie sollte nun einfach nur weg. Wir  hatten sie gleich in unser Herz geschlossen und schnell war klar, sie bleibt bei uns. Joe (Terriermix) und Anton (Entlebucher Sennenhund) hatten Lotta gleich akzeptiert, das konnte ja auch nicht anders sein, bei ihrem freundlichen Wesen. Sie war sehr liebesbedürftig und konnte stundenlang auf dem Schoß meines Mannes liegen und sich kraulen lassen. Schnell hat sie sich eingelebt und Leben in die Bude gebracht, einige Kabel, Kugelschreiber, eine Lesebrillen zerbissen und ca. 100 Kaustängchen verdrückt. Der alte Joe musste für jeden Quatsch herhalten und auf seine alten Tage noch so manche Spielorgie über sich ergehen lassen.

Sie ist heute mit ihren fünf Jahren noch voller Energie und Lebenslust. Sie liebt es, herumzurennen und zu spielen. Sie liebt andere Hunde und ist immer freundlich, aufgeschlossen und lockt den schüchternsten Hund aus der Reserve. Selbst die kleine, leicht reizbare Jacky-Dame, die zu Besuch war, konnte nicht anders, als am 3. Tag mitzuspielen. Lotta ließ ihr keine Wahl. Sie ist dynamisch, aktiv und trotzdem sensibel und verschmust. Lotta ist sehr freundlich, wenn Besuch kommt, sie liebt Kinder und lässt sich auf jede neue Situation ein, ohne dabei zu aufdringlich zu werden.

 

Ihre ersten Welpen waren zwei kleine Katzenbabys, die nach ihrem ersten Lebenstag ihre Mutter verloren hatten. Sie hat sie mit großer Hingabe und Pflichtgefühl gepflegt. Das war mir eine große Hilfe. Auch ihre ersten eigenen Welpen (2016) hat sie mit ihrer großen Mutterliebe voller Hingabe umsorgt, sodass ich fast keine Arbeit mit den vier kleinen Rabauken hatte. Kurzfristig hat sie sogar ein Katzenbaby mitversorgt, das vom Heuboden gefallen war. Das war einfach wunderbar – es durfte sogar mittrinken. Was für ein großes Herz unsere kleine „Schnuppel“ doch hat. Zum Glück konnten wir das Kleine am nächsten Tag wieder mit der Mutter zusammenführen. Man denkt, sie ist selber noch ein Kind, wenn sie spielt und tobt, aber wenn es um die Mutterpflichten geht, kennt sie kein Pardon. Es ist eine große Freude, sie bei uns zu haben und ihre liebenswerte, verspielte und doch sensible Art lässt mir jeden Tag das Herz aufgehen. Ich kann mir zum Züchten keine bessere Hündin wünschen und freue mich schon sehr auf den nächsten Wurf. 

 

Wir leben in der Lüneburger Heide bei Schneverdingen und haben dort einen Resthof mit 5 ha Land. Wir züchten Sportpferde und bilden diese aus. Platz haben wir genug, aber natürlich sind unsere Hunde immer mit im Haus (und auf der Couch). Und auch die Welpen haben ihr eigenes „Kinderzimmer“.